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String Quartet in D minor [Op. posth.]

By Max Reger

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String Quartet (2vl,va,vc(db))
Composed by Max Reger (1873-1916). Edited by Fritz Stein. Edition Breitkopf. Romantic period. Score. Breitkopf and Haertel #EB 5977. Published by Breitkopf and Haertel (BR.EB-5977).

Item Number: BR.EB-5977

ISBN 9790004165348. 9 x 12 inches.

Das Manuskript (23 Partiturseiten in Hochfolio) des hier erstmalig veroffentlichten dreisatzigen Quartetts hat Adalbert Lindner, Regers getreuer Jugendmentor, als kostbares Vermachtnis seines Schulers lebenslang bewahrt, in seinen Erinnerungen - A. Lindner, ,,Max Reger, ein Bild seines Jugendlebens und kunstlerischen Werdens (3. Aufl. 1938 bei G. Bosse, Regensburg) - Seite 65 bis 72 - ausfuhrlich beschrieben und noch seine durch zeitbedingte Schwierigkeiten und Lindners Tod (30.11.1946) verzogerte Herausgabe vorbereitet. Nach Lindners authentischem Zeugnis schrieb Reger diesen vor Ostern 1889 vollendeten Quartettversuch im Alter von noch nicht 16 Jahren, ,,ohne die Partitur eines klassischen Streichquartetts studiert noch gehort zu haben. Fur seine weitere Entwicklung wurde diese Talentprobe von entscheidender Bedeutung dadurch, dass Lindner sie an Hugo Riemann sandte mit der Bitte um ein Gutachten, ob des jugendlichen Autors Begabung fur den Musikerberuf ausreichend sei. Riemann bejahte nicht nur diese Schicksalsfrage, sondern erbot sich sogleich, Regers Ausbildung zu ubernehmen, worauf der besorgte Vater vor dem autoritativen Urteil des schon damals bekannten Musiktheoretikers seine Bedenken fallen liess. Dies erste Quartett eines mit dem Kontrapunkt noch nicht vertrauten Knaben, in der Tat ein erstaunlicher Beweis schopferischer Fruhbegabung, zeigt naturgemass alle Merkmale einer Jugendarbeit: Die Erfindung steht noch ganz unter dem Einfluss klassischer Muster, vor allem Beethovens; im Adagio, in der Zeit von Regers erster grosser Beethovenbegeisterung entstanden, ist das Vorbild dieses Meisters so deutlich, dass Lindner diesen Satz geradezu als eine ,,absichtlich gewollte Beethovenstudie bezeichnet. Auch die Verarbeitung des Themenmaterials verrat eine noch ungeubte Hand: gewaltsame Modulationen, ja ,,falsche Fortschreitungen, vom reifen Reger so angstlich gemieden, finden sich nicht selten, ebenso lasst die technische Behandlung der Streicher manche Wunsche offen, vor allem ihre Phrasierung, die bei der Ausfuhrung weitgehende Modifikationen erfordert.Auch die Dynamik, die sich in der Haufung der Vortragsbezeichnungen, charakteristisch ja auch fur den spateren Reger, nicht genug tun kann, die oft naiven Bemerkungen zur Verdeutlichung der Ausdrucksabsichten, die quartettfremde Verwendung eines Kontrabasses im 3. Satz u.a. lassen Unerfahrenheit und Mangel an technischer Routine erkennen. Und doch, trotz aller Unzulanglichkeiten kundigt sich in diesem Zeugnis jugendlich-ungebandigten Sturmes und Dranges schon Regers Personalstilan. Die Art der Themenaufstellung, ihre frei stromende Weiterspinnung, die gewaltigen Steigerungen und Kraftausbruche, die starken dynamischen Gegensatze, der Einbau neuer Gedanken in das Gefuge der Hauptthemen - so im 3. Satz (Takt 68 bis 126) das Aufgreifen des Adagiothemas mit einer Durchfuhrungsepisode von 59 Takten, - all diese fur den kunftigen Meister der Kammermusik so charakteristischen Form- und Stilelemente finden sich bereits hier vorgebildet, und schon beginnen sich die Grundkrafte von Regers ureigenstem Gestaltungswillen unbewusst und keimhaft zu regen. Von der Verbesserung offenkundiger Versehen und Fluchtigkeiten abgesehen, wird in diesem Erstdruck das Original mit allen Unebenheiten wiedergegeben. Die Revision beschrankte sich darauf, die oA: nur in einer Stimme angedeuteten dynamischen Bezeichnungen sinngemass zu vervollstandigen.Den fur den 3. Satz geforderten ,,Kontrabass von halber Grosse, um nicht zu ubertonen, wird man praktischerweise durch ein 2. Violoncell ersetzen. Seine Stimme, die im allgemeinen nur das Violoncell oktavierend verstarkt und nur an wenigen Stellen (vor allem Takt 30 bis 105) als selbstandige Bass-Stutze auftritt, kann mit einigen Anderungen unschwer vom Violoncell mit ubernommen werden, so dass dies reizvolle, keine aussergewohnlichen technischen Schwierigkeiten bietende Fruhwerk Regers auch Hausmusik- und Liebhaberspielgruppen in normaler Quartettbesetzung als willkommene Gabe leicht zuganglich sein wird. Dass es uber seine biographische Bedeutung hinaus Spieler wie Horer auch rein musikalisch in hohem Grade zu fesseln vermag, hat seine erfolgreiche Erstauffuhrung am 18. Juni 1941 im Rahmen einer Regerfeier der Berliner Hochschule fur Musik zum 25. Todestage des Meisters bewiesen. Dr. Fritz Stein, London-Wimbledon, 30. Juli 1951.

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