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Sonate informelle

By York Holler

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Piano
Composed by York Holler. Edition Breitkopf.

World premiere Leverkusen, 1969

20th Century (after 1950). Breitkopf and Haertel #EB-8257. Published by Breitkopf and Haertel (BR.EB-8257).

Item Number: BR.EB-8257

ISBN 979-0-004-17573-6. 9 x 12 in inches.

World premiere Leverkusen, 1969

CD:
Kristi Becker (piano)
CD cpo 999 954-2
Der Titel UMBRA (Schatten) ist in Hinsicht auf mein Orchesterwerk mehrdeutig. Zunachst umschreibt er den Aspekt der beim Horen am unmittelbarsten wahrgenommen wird den der Beziehung zwischen der instrumentalen und der elektroakustischen Klangebene. Hier geht und ging es mir nie um eine blosse Addition sondern um eine moglichst organische funktionelle Wechselwirkung zwischen den beiden Medien vergleichbar einer solchen zwischen Licht und Schatten. Dabei ubernimmt in diesem Stuck das Orchester - um einmal bei dieser sehr einfachen Metapher zu bleiben - gewissermassen die Rolle des Lichts das Tonband die des Schattens insofern als die den Orchesterinstrumenten anvertrauten meist sehr deutlichen Klanggestalten haufig mit solchen auf dem Tonband korrespondieren die zum weniger Deutlichen hin tendieren zum grossen Teil einer imaginaren' Klanglandschaft anzugehoren scheinen. (Diese Faszination angesichts ihrer quasi surrealen' Dimensionen ist eine der wesentlichen Ursachen dafur dass ich mich in den letzten Jahren so intensiv der elektronischen Musik zugewandt habe.) In Anbetracht meiner Konzeption eines organischen klanglichen Zusammenhangs gibt es auf dem Tonband keinen einzigen rein elektronischen Klang sondern ausschliesslich Klangstrukturen deren Grundmaterial zuvor vom Orchester eingespielt anschliessend mit den Mitteln der elektronischen Musik bearbeitet umgefarbt' wurde. Dabei ging ich mit dem Ziel einer Differenzierung bewusst von einer Skala verschiedener Verfremdungsgrade' aus die vom nur geringfugig veranderten Originalklang bis hin zu Klangobjekten reicht in denen der Originalklang nicht mehr zu erkennen ist. Die Kriterien fur eine Auswahl der Klange ergaben sich aus meiner ganz personlichen Vorstellung von einer Schonheits- und Ausdrucks-' Asthetik die nichts mit jenem naiven Ruckgriff auf tonale' Elemente oder die bekannten Gesten des Expressionismus zu tun hat - Komponisten die in diesen Gefilden operieren gehoren fur mich zu den Scheintoten' - sondern im Bewusstsein einer muhsam erworbenen Freiheit sich von gewissen Klischees der Neuen Musik zwar durchaus und mit Vehemenz auf Schonheit und Ausdruck hinzielt aber mit der Pramisse einer grosstmoglichen Individualisierung die jeder Gruppen-Asthetik' zuwiderlauft und ein krampfhaftes Bemuhen um die Schaffung und Beibehaltung eines dafur gehaltenen Personalstils' ausschliesst. (Das heisst nicht dass ich die Frage des Personalstils fur unwichtig halte; aber diese Frage wird ohnehin erst beantwortet wenn das Gesamtoeuvre vorliegt.) Ich ziehe es vor zunachst einmal jedem einzelnen Werk da es fur mich den Rang einer ,Personlichkeit' hat zu seiner eigenen Klanglichkeit charakteristischen Ausdruckshaltung und individuellen Form zu verhelfen eine Haltung die mich z. B. nicht daran hindert neben der Arbeit mit einem Computer bei IRCAM ein Stuck fur Flote und Klavier zu komponieren. Denn eines ist sicher: Die Vielfalt in der Anwendung der musikalischen Mittel ist nicht notwendigerweise ein Ausdruck stilistischer Indifferenz; die innere Einheit des Schaffens kann trotzdem gegeben sein da sie auf anderen Kriterien beruht. Die Schatten-Idee' kommt auch in Bezug auf die Form zum Tragen. So beginnt das Stuck mit den lichten Klangen von Violinen zu denen spater die von Harfe und Celesta treten und es endet im dusteren Tremolo des tiefsten Kontrabass-Registers. - Das musikalische Basismaterial besteht aus einer frei gewahlten melodischen Struktur aus der ein Repertoire' von sechs Akkorden unterschiedlicher Charakteristik und Komplexitat sowie der zeitliche Grundriss des Stuckes abgeleitet wurde. Ausserdem entstand durch makroskopische Projektion der Grundgestalt eine Gesamtform die einem Netzwerk vergleichbar ist in dem es eine Reihe von Ruckbezugen gibt die zeitweise wie schattenhafte Erinnerungen an vorher Gehortes wirken. Insgesamt beruht das Werk auf einer zusammenhangenden musikalischen Syntax deren Grundlage meine spezifische Theorie einer - so paradox das klingen mag - Konstruktion des Organischen' darstellt. Sie fusst auf meiner Grundvorstellung vom Kunstwerk als einem Organismus' von Form als Gestalt' (nicht als abstraktes Schema) die nicht a priori vorhanden sondern direkt aus dem Material zu entwickeln ist so dass - in Analogie zum tonalen System - Form und Inhalt Material und Gestalt in einem sinnvollen organischen Zusammenhang stehen. (York Holler)

CD
Rundfunk-Sinfonie-Orchester Saarbrucken
Ltg. Hans Zender
Tonband- realisiert im elektronischen Studio der Musikhochschule Koln
Koch/Schwann 3-5037-3.

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